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2) Anfang Januar – Das erste Mal in der Behörde
Das Gebäude der Betreuungsbehörde in Ansbach liegt nicht dort, wo ich es vermutet hatte. Ich umrunde den Parkplatz zweimal – und finde dann doch eine Lücke. Beim Aussteigen wäre ich beinahe in einen kleinen Hundehaufen getreten. Drinnen riecht es nach frischer Farbe und ordentlichen Akten. Genau der Duft, den man erwartet, wenn man Verantwortung für fremdes Geld und Leben übernehmen will. Frau M., die Leiterin der Behörde, schaut mich freundlich an. „Warum wollen Sie gesetzlicher Betreuer werden?“ Ich erzähle ein wenig aus meiner Vorgeschichte. „Haben Sie schon eine Schulung besucht?“ Ich schüttle den Kopf. Bis eben wusste ich nicht einmal, dass es Schulungen gibt. Sie schiebt mir einen Zettel über…
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1) Wie alles begann – oder: Die Frau für alle Fälle
Manchmal stolpert man nicht in einen Beruf hinein – manchmal hat er einen schon längst eingeholt, ohne dass man es bemerkt hat. Nur dass ich damals noch dachte, ich würde einfach nett sein. Wenn ich zurückblicke, dann war ich schon immer die, die angerufen wurde. Die mit dem Notizblock am Telefon, die mit den Kontakten, die mit der Hartnäckigkeit eines Terriers, wenn es darum ging, Unmögliches möglich zu machen. Die Frau für alle Fälle. Nur ohne Trenchcoat und Lupe. Da war meine alte Dame. Jahre habe ich sie begleitet, durch gute Tage und durch die schweren, als die Erinnerungen zu verblassen begannen und die Welt immer verwirrender wurde. Ich war…